Am Dienstag, den 7. Januar 2025, machten sich die Schülerinnen und Schüler des 9. und 10. Jahrgangs unserer Schule auf den Weg nach Hamburg. Mit einem Reisebus ging es in die Hansestadt, um dort in der Stage Oper auf der Reeperbahn das Musical „… und Julia“ zu erleben. Die Vorfreude war groß, denn es versprach ein besonderer Abend zu werden.
Das Musical nahm unsere Schülerinnen und Schüler mit auf eine spannende Reise, die mit dem vermeintlichen Doppel-Suizid des Shakespeare-Klassikers „Romeo und Julia“ beginnt. Doch statt des bekannten Endes entscheidet sich Julia für ein eigenständiges Leben und begibt sich auf den Weg zur Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Mit einer bunten, queeren und energiegeladenen Inszenierung wurde die Geschichte modern interpretiert und von mitreißenden Songs aus den 90er- und 2010er-Jahren begleitet.
Die Schülerinnen und Schüler erkannten zahlreiche Lieder und ließen sich von der mitreißenden Stimmung anstecken. Die beeindruckenden Kostüme, das kreative Bühnenbild und die starke Performance der Darstellerinnen und Darsteller sorgten für einen unvergesslichen Abend.
Nach der Vorstellung kehrte unsere Gruppe müde, aber bestens unterhalten nach Stadthagen zurück. Die Begeisterung über das Musical war auf der Heimfahrt deutlich zu spüren und viele diskutierten noch lange über die besten Szenen und Songs. Dieser Ausflug wird den Schülerinnen und Schülern sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben!
Die zehnten Klassen unserer Schule besuchten am 7. Januar 2025 die Wechselausstellung „Drei Steine„, eine Graphic-Novel-Ausstellung des Illustrators Nils Oskamp in der Zehntscheune in Stadthagen.
Nils Oskamp erlebte in seiner Jugend und als junger Erwachsener in den 1980er Jahren im Ruhrgebiet mehrfach rechtsextreme Gewalt. Diese Angriffe hat er in Bildern festgehalten – sowohl als persönliche Aufarbeitung als auch als Mahnung, rechtsextreme Taten nicht zu ignorieren.
Ergänzt wurde die Ausstellung durch eine Fotoausstellung über das ehemalige Konzentrationslager Dachau, in dem in den 1940er Jahren über 41.000 Menschen systematisch ermordet wurden.
Unsere Schülerinnen und Schüler zeigten sich sehr betroffen und erkannten die aktuelle Relevanz der Themen.
In der ersten Dezemberwoche startete unsere Lesewoche, mit der wir die Lesemotivation unserer Schülerinnen und Schüler steigern möchten.
Die Lehrkräfte hatten dafür einige Veranstaltungen geplant. So konnten unsere Schülerinnen und Schüler in der ersten Pause an der sogenannten „Lesepause“ teilnehmen und dort gespannt einer Lehrkraft beim Vorlesen zuhören. Egal welches Alter – bei den Olchis musste jeder schmunzeln und ließ sich damit gern die Pause versüßen.
Die Stadtbücherei hat uns bei der Lesewoche kräftig unterstützt und drei tolle Lesekisten vorbereitet. In den Kisten konnte jedes Kind etwas finden – es war für jeden Geschmack und jede Lesestufe etwas dabei. Besonders schön war auch, dass die Bücherei eine ganze Kiste mit englischen Büchern gepackt hatte, sodass sogar erste englische Bücher gelesen werden konnten.
Die Schülerinnen und Schüler konnten in dieser Woche freie Lesezeiten genießen und waren sehr stolz, dass sie oft sogar ein ganzes Buch geschafft haben. Sie haben auch Tipps von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern bekommen, in welche Bücher es sich lohnt, die Nase zu stecken. Selbst unsere „Lesemuffel“ wollten ihre Comics nicht mehr weglegen.
Vorlesen ist nur etwas für die Grundschule? Von wegen! Frau Liebelt las den unteren Klassen „Olaf, der Elch“ vor – dabei wurde kräftig gelacht, und auch einige Klassenlehrkräfte konnten durch Vorlesen ihre Klassen in den Bann ziehen.
Natürlich haben auch einige Lerngruppen die Bücherei besucht und waren total überrascht, dass es dort einen tollen Bereich mit Mangas gibt und dass sich ein Besuch der Bücherei sehr lohnt.
Unsere Lesewoche endete mit dem alljährlichen Vorlesewettbewerb. Drei mutige Schülerinnen und Schüler stellten sich dem Schulentscheid und wir sind als Schule äußerst stolz auf unsere Siegerin Eçrin aus der sechsten Klasse, die uns beim nächsten Wettbewerb vertreten wird.
Sowohl die Kinder als auch die Lehrkräfte haben die Lesewoche sehr genossen und freuen sich auf eine Wiederholung im kommenden Jahr.
Die Stadthäger Oberschule hat seinen zehnten Jahrgang verabschiedet. Schulsprecherin Sina Khlo Hassan sprach von „unvergesslichen Momenten und den wertvollen Erfahrungen“, die die Schüler sammeln durften.
Schaumburger Nachrichten vom 19.06.2024
Stadthagen. An der Oberschule am Schlosspark hat jetzt die feierliche Zeugnisausgabe und Verabschiedung des zehnten Jahrgangs stattgefunden. Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler versammelten sich im festlich geschmückten Forum der Schule, um diesen besonderen Meilenstein gemeinsam zu feiern.
Die Veranstaltung begann um 10 Uhr mit einer Begrüßung durch Schulleiterin Britta Liebelt, die in ihrer Rede die Leistungen und das Engagement der Schülerinnen und Schüler während ihrer Jahre an der Oberschule würdigte. Konrektor Robert Brinkmann verlas anschließend die Anzahl der erworbenen Abschlüsse und ehrte die Schülerinnen und Schüler, die sich durch ihre besondere Leistungen und ihr soziales Engagement hervorgetan haben.
Dankbar für unvergessliche Momente
Im Anschluss folgten eine musikalische Darbietung eines Schülers der achten Klasse sowie eine bewegende Rede der Schülervertreterinnen Sina Khlo Hassan und Elin Azin, die im Namen aller Absolventinnen und Absolventen den Lehrkräften und Eltern für ihre Unterstützung dankten. „Wir sind dankbar für die unvergesslichen Momente und die wertvollen Erfahrungen, die wir an dieser Schule sammeln durften. Gemeinsam haben wir Höhen und Tiefen erlebt und sind daran gewachsen“, sagte Sina Khlo Hassan.
Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Überreichung der Abschlusszeugnisse, bei der die Schülerinnen und Schüler einzeln aufgerufen wurden und ihre Zeugnisse aus den Händen ihrer Klassenlehrkräfte erhielten. Elf Schüler haben einen Hauptschulabschluss, zehn einen Hauptschulabschluss (Sek I), 17 einen Realschulabschluss und 18 den erweiterten Realschulabschluss.
Nach der offiziellen Zeremonie lud die Schule zu einem Getränkeempfang ein, bei dem die Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Eltern die Gelegenheit hatten, sich in lockerer Atmosphäre auszutauschen und die vergangenen Jahre Revue passieren zu lassen. Mit vielen Fotos, Umarmungen und auch ein paar Tränen endete der offizielle Teil des Tages. Die Schülerinnen und Schüler starten nun, gerüstet für die Herausforderungen der Zukunft, in einen neuen Lebensabschnitt.
Anlässlich des Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Januar haben Schülerinnen und Schüler unseres 10. Jahrgangs der ermordeten Menschen gedacht. Sie legten weiße Rosen in der Wallstraße und in der Westernstraße nieder. Anschließend fand eine gemeinsame Gedenkfeier der Stadthäger Schulen im Ratsgymnasium statt.
Von der KFZ-Mechatronikerin über die Pflegefachkraft bis hin zum Steuerfachangestellten, die Neunt- und Zehntklässler der Schule am Schlosspark haben die Gelegenheit gehabt, sich über eine Reihe von Ausbildungsmöglichkeiten im Austausch mit Vertretern von Betrieben und Institutionen zu informieren. Mittlerweile zum 18. Mal organisierte die Schule ihren Berufschancenabend, um die Jugendlichen beim Einstieg ins Erwerbsleben zu unterstützen. „Die Veranstaltung an dieser Schule ist ein Pfund“, betonte Ralph Kerkamm, ehemaliger Berufsschullehrer und Vertreter des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes in der Begrüßungsphase des Abends. Würden die Schüler ihren Abschluss schaffen, stehe ihnen eine Vielzahl an Möglichkeiten offen, rief der Pädagoge die jungen Leute zur Zuversicht auf. Schulleiterin Britta Liebelt hatte die Mädchen und Jungen zuvor aufgefordert, die sich an diesem Abend bietenden Gelegenheiten zu nutzen. Den Abschluss zu erwerben sei unbedingt wichtig, allein gute Noten seien jedoch nicht entscheidend. Wer es an Höflichkeit, Zuverlässigkeit und Engagement vermissen lasse, dem würden gute Zensuren auf dem Weg ins Berufsleben auch wenig helfen. Umgekehrt könne eine gute Arbeitseinstellung und Freundlichkeit manche Schwäche im Zeugnis ausgleichen. Der Rolle von Engagement und Höflichkeit im Berufsleben pflichteten Ali Rostam (Elektriker für Betriebstechnik), Denis Sylejmanaj (Glaser), Sedef Su (Industriekauffrau) und Lisa Knier (Ausbildung zur Erzieherin) ausdrücklich bei. Die jungen Leute hatten jeweils vor einigen Jahren ihren Abschluss an der Oberschule gemacht, so hatte für sie auch der Berufschancenabend eine Rolle gespielt. Zunächst gaben sie in einer kurzen Podiumsdiskussion in der Aula Einblick in ihre Erfahrungen. Anschließend standen sie ebenso wie die Ausbildungsvertreter von Unternehmen und Behörden für Gespräche bereit. Mit jeweils zwei Unternehmen mussten die Schüler in Kontakt treten, auf Wunsch konnte noch ein drittes hinzu kommen. Die Schüler hätten sich im Unterricht auf den Berufschancenabend vorbereitet, wie Britta Liebelt und Carolin Strecker, Organisatorin der Veranstaltung, berichteten. So präsentierten sie in den Gesprächen auch jeweils ihre Bewerbungen. Die Vertreter der Betriebe gaben Einblicke in die Tätigkeit des Unternehmens, zu den Ausbildungsmöglichkeiten und dem Alltag in der Lehre. Passen die Zensuren, führt die Zahl der Fehltage im Unterricht zu Nachfragen? Die Schüler erhielten Rückmeldungen aus der Praxis. Mancher der Jugendlichen konnte gleich ein Praktikum in einem der Betriebe vereinbaren. So bekämen die Schüler jeweils Zugang zu Vertretern von Ausbildungsunternehmen für einen individuellen Austausch, wie Britta Liebelt erklärte. Dies geschehe allerdings noch im vertrauten „Schutzraum“ Schule, was helfe, Nervosität abzubauen.
150 Menschen sind zum interkulturellen Elternabend der Schule Am Schlosspark gekommen. Bei dem jährlichen Angebot haben Eltern Gelegenheit, sich in ihrer Muttersprache mit dem Lehrpersonal auszutauschen.
Von: Vera Skamira / Schaumburger Nachrichten
Stadthagen. Guten Unterricht und ein lebendiges Schulleben gestalten mit 390 Kindern und Jugendlichen aus 47 Nationen ist Alltag und Aufgabe an der Schule Am Schlosspark. Zum Gelingen trägt seit einigen Jahren ein jährlicher interkultureller Elternabend bei. Hier können Mütter und Väter Fragen in ihrer Muttersprache loswerden und über Dolmetscher – hier Sprachmittler – ebenso Antwort erhalten.
In der Aula konnte Konrektor Robert Brinkmann jetzt 150 Teilnehmer begrüßen – Eltern, Schüler und auch jüngere Geschwister, die noch nicht zur Schule gehen. Letztere wurden in zwei Räumen beim Malen und Basteln betreut: Der Elternabendbesuch sollte nicht am fehlenden Babysitter scheitern. „Wir brauchen einen niederschwelligen Zugang zu den Eltern“, erklärte Brinkmann später im Gespräch mit dieser Zeitung.
Für jede Sprachgruppe ein Schulzimmer
Nach seiner kurzen Begrüßungsrede erklangen die Sätze des Konrektors nacheinander in vielen Sprachen, in Arabisch und Türkisch, Kurdisch, Spanisch-Portugiesisch, Englisch und Dari, Russisch, Somalisch, Persisch und Französisch. Für jede Sprachgruppe war anschließend ein Schulzimmer vorgesehen, in dem sich ein Sprachmittler und ein Lehrer mit Eltern und Schülern zusammensetzten. Infos und Fragen kamen hier auf den Tisch.
Ali Liban vom Somalischen Verein Schaumburg übersetzte in seiner Gruppe zunächst das wichtigste Anliegen von Lehrer Sascha Sokolowski: Wenn Probleme in der Schule auftauchen, solle man sich an ihn, Sokolowski, wenden. Zur Kommunikation – zum Beispiel, wenn ein Kind krank gemeldet werden müsse – könnten Eltern die digitale Plattform „Microsoft Teams“ verwenden, dabei die Notiz ruhig in der Muttersprache schreiben. Übersetzungssoftware helfe dann weiter.
Die Nutzung digitaler Technik, vorangebracht in der Corona-Pandemie, ist in puncto Kommunikation eine unschätzbare Hilfe an der interkulturellen Schule geworden. Jeder Schüler soll hier einen Tabletcomputer erhalten.
Entweder der Schüler nutzt ein eigenes Gerät – der Landkreis unterstützt Eltern, die Bedarf haben, bei der Anschaffung – oder er leiht sich in der Schule ein Tablet aus. Sokolowski erläuterte der achtköpfigen somalischen Gruppe genau, wie das funktioniert.
„Wir müssen uns in der Mitte finden“
Auf dem Zettel hatte der Lehrer einen weiteren wichtigen Punkt: Die deutsche Sprache. Der Pädagoge sagte zu den Schülern allerdings nicht: „Ihr müsst jetzt Deutsch sprechen“, mit Betonung auf „Ihr“. Vielmehr band er alle, die an der Schule tätig sind, lehren oder lernen, ein, vermittelte Augenhöhe und Gemeinsamkeit: „Unsere Sprache ist jetzt die deutsche Sprache. Wir müssen uns in der Mitte finden.“
Die Mitte, das ist das Gemeinsame, hier die Sprache. Niemand solle dabei seine Heimatsprache verlieren, so der Lehrer, „aber hier in der Schule wird Deutsch gesprochen“. Um dies zu ermöglichen, ist eine Sprachlernklasse eingerichtet worden.